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| Einsatzbericht vom 16.08.2010 |
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Junggesellenabschiede können auch „ins Wasser fallen“
Mitten auf der Party zum Junggesellenabschied kam der Alarm. Hochwassereinsatz in Zittau und Görlitz! Von der Feier los in den Ortsverband,
viele der Kameraden aus dem THW waren mit und sind so auch gleich beim Einsatz dabei.
Wir, als Teil des Ö-Teams des Landesverbandes Sachsen, Thüringen, lernen den Junggesellen beim Einsatz kennen. Er heißt Andreas Otte.
Der 34-Jährige ist Zugführer beim Ortsverband Görlitz und im „zivilen“ Leben Mitarbeiter einer Securityfirma. Seine zukünftige Frau heißt
Cindy und ist 28 Jahre jung.
Die schlimmste Katastrophe seit 1981...
Der Einsatz war nicht nach einem Tag vorbei. Es wurde die schlimmste Hochwasserkatastrophe für die Region seit 1981. Die ganze Woche über
war Andreas Otte im Ortserverband zu finden. Meistens traf man ihn beim Telefonieren, Organisieren und Einsatzaufträge entgegen nehmen.
Der Ortsverband Görlitz half in gesamt Ostsachsen und natürlich auch in der eigenen Stadt. Nebenbei war er Anlaufpunkt und Übernachtungsstelle
für viele THW-Einheiten anderer Ortsverbände aus ganz Sachsen und Thüringen. Rund um die Uhr war das THW Görlitz besetzt. Im Schichtdienst
teilten sich die Kameraden in die Aufgaben hinein.
Hochwasseropfer...
So wäre die Hochzeit beinahe ein Hochwasseropfer geworden. Für Vorbereitungen blieb nicht viel Zeit. Die Anzugprobe fand Mittwoch (11.08.)
früh um 1:30 Uhr statt, als Otte von einem langen und einsatzreichen Tag nach Hause kam. Und zum Glück „der Anzug passt“, Andreas Otte ist
erleichtert. Seine Cindy steht zu ihm – obwohl das THW gerade ihren Hochzeitstermin gefährdet. Sie selbst ist Kassenwart in der örtlichen
Helfervereinigung und hat daher auch Verständnis für die Einsatzbelange. Fast die ganze Familie ist beim THW – der Vater verpflegt schon seit
Einsatzbeginn mit wunderbarem Essen alle THW-Kräfte. Er ist im Ortsverband Koch und allseits unter dem Namen „Charly“ bekannt.
Am Mittwochvormittag war Andreas Otte wieder im Ortsverband. „Für mich ist es noch gar nicht real, dass ich morgen heirate – bei all dem Stress hier“.
Einige Kameraden, die etwas Zeit zwischen den Einsätzen hatten, räumten die Fahrzeughalle leer. Transporter und Veranstaltungstechniker
fuhren auf den THW-Hof und luden ab. Lautsprecherboxen und Equipment wurden in der Garage aufgebaut. Am Donnerstag sollte die Polterhochzeit
stattfinden – hier beim THW! Während wieder eine Gruppe zum Einsatz abrückte meint der zukünftige Ehemann: „So langsam fahren wir die
Einsätze zurück. Für morgen bin ich nicht zu haben, da heirate ich – egal was kommt! Aber das Einsatzaufkommen lässt auch schon nach.“
Während wir als Ö-Team weiter nach Bautzen fuhren, dort hatte sich die Lage verschärft, gingen in Görlitz die Hochzeitsvorbereitungen richtig los.
Doch einige Stunden später staunen wir nicht schlecht – wir treffen wieder auf die Görlitzer Kameraden, diesmal in Bautzen mit der Fachgruppe
Räumen. Auch sie wurden noch angefordert. Andreas Otte ist nicht dabei – er hoffte noch auf seine Hochzeit und hatte in Görlitz zu tun.
Einsatzhochzeit...
Trotz knapper Zeit und wenigen Möglichkeiten zur Vorbereitung - am Donnerstag war es soweit. In großer Runde wurde gefeiert – beim THW in Görlitz.
Andreas heiratete seine Frau Cindy. Trotz Hochwasser und THW-Stress. Eine echte THW-Einsatz-Hochzeit!
Auch wir vom Team Öffentlichkeitsarbeit gratulieren den beiden ganz herzlich und wünschen viele schöne gemeinsame Stunden – mit und ohne dem THW!
Text: Robert Riedel – Team Öffentlichkeitsarbeit THW Landesverband Sachsen, Thüringen
Fotos zum Bericht:

Andreas Otte mit seiner Frau Cindy

THW Görlitz im Hochwassereinsatz

Zugführer Andreas Otte mit seinen Männern

Hochzeit

Brautpaar nach der Hochzeit

Brautpaar
Fotos: Falk Dietrich / Für Großansicht bitte anklicken
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